{"id":3016,"date":"2017-08-24T08:58:47","date_gmt":"2017-08-24T07:58:47","guid":{"rendered":"http:\/\/fh-waltrop.de\/?p=3016"},"modified":"2017-08-24T09:02:38","modified_gmt":"2017-08-24T08:02:38","slug":"deutliche-fortschritte-bei-der-integration-von-muslimen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fh-waltrop.de\/index.php\/deutliche-fortschritte-bei-der-integration-von-muslimen\/","title":{"rendered":"Deutliche Fortschritte bei der Integration von Muslimen"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><\/div>\n<div style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">\u00a0<\/span><b>Seit den 1960er Jahren w\u00e4chst die muslimische Bev\u00f6lkerung in Westeuropa. In Deutschland leben rund 4,7 Millionen Muslime.<\/b><\/div>\n<div style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><b>Trotz gesellschaftlicher Spannungen macht die Integration deutliche Fortschritte. Das ist eines der zentralen Ergebnisse des Religionsmonitors 2017 der Bertelsmann Stiftung.<\/b><\/div>\n<div>\n<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_1608\" aria-describedby=\"caption-attachment-1608\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1608\" data-permalink=\"https:\/\/fh-waltrop.de\/index.php\/muslimische-gemeinden-in-essen-stellen-kalender-zum-gemeinsamen-fastenbrechen-online\/_nik7539\/\" data-orig-file=\"https:\/\/fh-waltrop.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/NIK7539.jpg\" data-orig-size=\"600,399\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;5&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;c-4-u press media production&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;NIKON D2X&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1193672584&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;copyright by Bernd Schaefer&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;17&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;800&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.033333333333333&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"_NIK7539\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Moschee Essen Katernberg &amp;#8211; Foto (c): B. 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Das zeigt der Religionsmonitor 2017 der Bertelsmann Stiftung, der Sprachkompetenz, Bildung, Teilhabe am Arbeitsleben und interreligi\u00f6se Kontakte von Muslimen in Westeuropa untersucht hat. Deutschland sehen die Forscher auf einem guten Weg, auch wenn die Integrationserfolge von Teilen der Gesellschaft zu wenig anerkannt werden. Besonders erfolgreich verl\u00e4uft in Deutschland die Integration der hier lebenden Muslime in den Arbeitsmarkt. Inzwischen unterscheidet sich die Erwerbsbeteiligung von Muslimen nicht mehr vom Bundesdurchschnitt der deutschen Erwerbsbev\u00f6lkerung: Rund 60 Prozent arbeiten in Vollzeit, 20 Prozent in Teilzeit, und die Arbeitslosenquote gleicht sich ebenfalls an. Einwanderer profitieren ma\u00dfgeblich vom hohen Arbeitskr\u00e4ftebedarf. Aber auch die \u00d6ffnung des Arbeitsmarktes durch schnellere Arbeitsgenehmigungen, kommunale Initiativen zur Job-Vermittlung und Sprachkurse macht sich positiv bemerkbar.<\/div>\n<div><\/div>\n<p><\/p>\n<div><b>F\u00fcr die meisten ist Deutsch die Erstsprache<\/b><\/div>\n<p><\/p>\n<div>Mit Deutsch als erster Sprache wachsen 73 Prozent der in Deutschland geborenen Kinder von muslimischen Einwanderern auf. Ihr Anteil steigt von Generation zu Generation. Das gilt auch f\u00fcr das Niveau der Schulabschl\u00fcsse. Die Angleichung an die durchschnittliche Schulabschlussquote aller Sch\u00fcler verl\u00e4uft in Deutschland allerdings langsamer als etwa in Frankreich. Dort verlassen nur elf Prozent der Muslime vor Vollendung des 17. Lebensjahrs die Schule. In Deutschland gilt das f\u00fcr 36 Prozent.<\/div>\n<div><\/div>\n<p><\/p>\n<div>Einen Grund f\u00fcr den Unterschied sehen die Wissenschaftler im Schulsystem: In Frankreich lernen die Kinder l\u00e4nger gemeinsam und k\u00f6nnen so Startnachteile besser ausgleichen. Trotz h\u00f6herer Schulabschl\u00fcsse sind in Frankreich Muslime im Vergleich zur Gesamtbev\u00f6lkerung allerdings \u00fcberdurchschnittlich oft arbeitslos und arbeiten seltener in Vollzeit. \u201eDer internationale Vergleich zeigt, dass nicht Religionszugeh\u00f6rigkeit \u00fcber die Erfolgschancen von Integration entscheidet, sondern staatliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen\u201c, sagt Stephan Vopel, Experte f\u00fcr gesellschaftlichen Zusammenhalt der Bertelsmann Stiftung.<\/div>\n<div><\/div>\n<p><\/p>\n<div><b>Fromme Muslime sind auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt<\/b><\/div>\n<p><\/p>\n<div>Auch der Einkommensvergleich zwischen deutschen und britischen Muslimen unterstreicht die Abh\u00e4ngigkeit von staatlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. In Deutschland f\u00e4llt es hochreligi\u00f6sen Muslimen schwer, einen Job zu finden, der ihrem Qualifikationsniveau entspricht. Sie verdienen erheblich weniger als Muslime, die ihre Religion nicht praktizieren. Anders in Gro\u00dfbritannien: Dort sind sehr religi\u00f6se Muslime bei gleicher Qualifikation in den gleichen Berufsfeldern vertreten wie weniger fromme Muslime. \u201eMuslime im Vereinigten K\u00f6nigreich profitieren offensichtlich von einer Chancengleichheit, die wesentlich durch die dortige institutionelle Gleichstellung des Islam mit anderen Religionen bef\u00f6rdert wurde. Das Bekenntnis zum Glauben und die Aus\u00fcbung der Religion sind im Arbeitsleben kein Tabu\u201c, sagt Yasemin El-Menouar, Islam-Expertin der Bertelsmann Stiftung. Beispielsweise d\u00fcrfen britische Polizistinnen schon seit zehn Jahren im Dienst ein Kopftuch tragen.<\/div>\n<div><\/div>\n<p><\/p>\n<div>El-Menouar sieht in Deutschland Nachholbedarf bei der rechtlichen Anerkennung muslimischer Religionsgemeinschaften und in der Antidiskriminierungspolitik: \u201eReligi\u00f6se Symbole sollten nicht f\u00fcr Nachteile bei Bewerbungen sorgen, und religi\u00f6se Bed\u00fcrfnisse wie Pflichtgebete und Moscheeg\u00e4nge sollten auch mit Vollzeitjobs vereinbar sein.\u201c Dies w\u00fcrde einem bedeutenden Teil der Muslime die Integration erleichtern, denn 40 Prozent von ihnen bezeichnen sich als hochreligi\u00f6s. Die bisher bereits erzielten Erfolge in der Integration lassen sich auch daran ablesen, dass 84 Prozent der in Deutschland geborenen Muslime ihre Freizeit regelm\u00e4\u00dfig mit Nicht-Muslimen verbringen. Fast zwei Drittel der Muslime geben an, dass ihr Freundeskreis mindestens zur H\u00e4lfte aus Nicht-Muslimen besteht. Jeder zweite Muslim hat einen deutschen Pass und 96 Prozent von ihnen betonen ihre enge Verbundenheit mit Deutschland.<\/div>\n<div><\/div>\n<p><\/p>\n<div>Diese Integrationsleistungen finden nicht \u00fcberall Anerkennung. 19 Prozent der B\u00fcrger in Deutschland geben an, keine Muslime als Nachbarn haben zu wollen. \u201eWenn sich Gesellschaften ver\u00e4ndern, wird das immer auch als spannungsreich empfunden\u201c, sagt Vopel. Um Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu f\u00f6rdern, nennt der Religionsmonitor drei zentrale Hebel: Erstens die Chancen auf Teilhabe zu verbessern, insbesondere im Bildungssystem. Zweitens den Islam als Religionsgemeinschaft institutionell gleichzustellen und somit religi\u00f6se Vielfalt anzuerkennen. Und drittens interkulturelle Kontakte und interreligi\u00f6sen Austausch in Schule, Nachbarschaft und Medien zu f\u00f6rdern.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Seit den 1960er Jahren w\u00e4chst die muslimische Bev\u00f6lkerung in Westeuropa. In Deutschland leben rund 4,7 Millionen Muslime. Trotz gesellschaftlicher Spannungen macht die Integration deutliche Fortschritte. Das ist eines der zentralen Ergebnisse des Religionsmonitors 2017 der Bertelsmann Stiftung. \u00a0 G\u00fctersloh, 24. August 2017. Die Integration muslimischer Einwanderer in Deutschland macht deutliche Fortschritte. 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