{"id":3168,"date":"2017-09-13T10:27:41","date_gmt":"2017-09-13T09:27:41","guid":{"rendered":"http:\/\/fh-waltrop.de\/?p=3168"},"modified":"2017-09-13T10:34:40","modified_gmt":"2017-09-13T09:34:40","slug":"musikalische-aktivitat-von-jugendlichen-bildung-und-einkommen-der-eltern-entscheidend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fh-waltrop.de\/index.php\/musikalische-aktivitat-von-jugendlichen-bildung-und-einkommen-der-eltern-entscheidend\/","title":{"rendered":"Musikalische Aktivit\u00e4t von Jugendlichen: Bildung und Einkommen der Eltern entscheidend"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: left;\" align=\"center\">\n<p><span style=\"font-size: x-large;\"><span style=\"font-size: x-large;\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_1906\" aria-describedby=\"caption-attachment-1906\" style=\"width: 343px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1906\" data-permalink=\"https:\/\/fh-waltrop.de\/index.php\/fluchtlingshilfe-im-mutterzentrum\/muetterzentrum-sprache\/\" data-orig-file=\"https:\/\/fh-waltrop.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Muetterzentrum-Sprache.jpg\" data-orig-size=\"343,560\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Muetterzentrum Sprache\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Foto: Privat&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/fh-waltrop.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Muetterzentrum-Sprache-184x300.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/fh-waltrop.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Muetterzentrum-Sprache.jpg\" class=\"size-full wp-image-1906\" src=\"http:\/\/fh-waltrop.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Muetterzentrum-Sprache.jpg\" alt=\"\" width=\"343\" height=\"560\" srcset=\"https:\/\/fh-waltrop.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Muetterzentrum-Sprache.jpg 343w, https:\/\/fh-waltrop.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Muetterzentrum-Sprache-184x300.jpg 184w\" sizes=\"auto, (max-width: 343px) 100vw, 343px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1906\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Privat<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><b>In einer Band spielen oder im Chor singen, auch bei diesen musikalischen Aktivit\u00e4ten geht in der Jugend die soziale Schere weit auseinander.<\/b><\/div>\n<div style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><b>Die aktuelle Studie \u201eJugend und Musik\u201c der Bertelsmann Stiftung zeigt: Je niedriger der Bildungsstatus und das Einkommen der Eltern, desto unwahrscheinlicher ist es, dass ein Jugendlicher Musik macht.<\/b><\/div>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/div>\n<div><u>G\u00fctersloh, 11. September 2017<\/u>. Ob Jugendliche Musik machen, h\u00e4ngt vom Bildungsstatus und dem Einkommen der Eltern ab. Die soziale Ungleichheit des deutschen Bildungssystems setzt sich in der musikalischen Bildung fort. So lautet das Fazit der Hochschule f\u00fcr Musik, Theater und Medien Hannover, die im Auftrag der Bertelsmann Stiftung Daten der Jugendbefragung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) auf die Teilnahme an musikalischen Aktivit\u00e4ten hin ausgewertet haben. Besonders gef\u00e4hrdet sind der Studie zufolge:<\/div>\n<ul>\n<li>Jugendliche aus einkommensschwachen Haushalten<\/li>\n<li>Jugendliche mit niedrigem Bildungsstatus<\/li>\n<li>Jugendliche mit direktem Migrationshintergrund<\/li>\n<\/ul>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">\u00a0<\/span>\u201eGemeinsames Singen und Musizieren f\u00f6rdert Werte wie Gemeinschaft, Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl und Toleranz. Musik ist damit ein wichtiger Teil der Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Daher sollte es nicht vom Bildungsstatus oder dem Einkommen der Eltern abh\u00e4ngen, ob ein junger Mensch ein Instrument spielt oder im Chor singt\u201c, so Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><b>Famili\u00e4rer Hintergrund und Schulform haben erheblichen Einfluss<\/b><\/div>\n<div>Insgesamt macht rund ein Viertel der 17-j\u00e4hrigen Jugendlichen in Deutschland Musik (24 Prozent). Mehr als die H\u00e4lfte (53 Prozent) von ihnen machen haupts\u00e4chlich Rock-, Pop-, Hip-Hop- und Technomusik, 27 Prozent klassische Musik und 20 Prozent Unterhaltungs- und Volksmusik.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Hat der Vater Abitur gemacht, verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Jugendlicher ein Instrument spielt oder singt. Auch die besuchte Schulform des Jugendlichen beeinflusst die musikalische Aktivit\u00e4t: Besucht ein Jugendlicher kein Gymnasium, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass er Musik macht, um 50 Prozent. Im Vergleich zu anderen Sch\u00fclern beginnen Gymnasiasten im Durchschnitt fr\u00fcher mit dem Musikmachen (8 Jahre zu 10 Jahre), engagieren sich h\u00e4ufiger im Chor und Orchester der Schule (33 Prozent zu 16 Prozent) und erhalten h\u00e4ufiger bezahlten Musikunterricht (28 Prozent zu 10 Prozent).<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Gerade bei Letzterem zeigt sich die soziale Selektivit\u00e4t musikalischer Bildung am st\u00e4rksten: W\u00e4hrend ein Drittel der Jugendlichen aus den einkommensst\u00e4rkeren Haushalten (\u00fcber 30.000 Euro Jahresnetto) bezahlten Musikunterricht erhalten, um Gesang oder ein Musikinstrument zu erlernen, sind es in Haushalten mit niedrigem Einkommen und Bildungsstatus (unter 15.000 Euro Jahresnetto) lediglich acht Prozent.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><b>Soziale Schere bleibt erhalten \u2013 F\u00f6rdermittel leichter zug\u00e4nglich machen<\/b><\/div>\n<div>Der Trend zwischen 2001 bis 2015 zeigt, dass immer mehr Jugendliche aktiv Musik machen. Nahmen 2001 bis 2005 nur 19 Prozent der Jugendlichen daran teil, so waren es 2010 bereits 28 Prozent und 2015 sogar fast 29 Prozent. Dieser Aufw\u00e4rtstrend schlie\u00dft aber die soziale Schere nicht. An Jugendlichen aus den einkommensschw\u00e4chsten Haushalten geht er eher vorbei, w\u00e4hrend Jugendliche aus Familien mit mittlerem Einkommen verst\u00e4rkt an bezahltem Musikunterricht teilnehmen.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Der Aufw\u00e4rtstrend, so Prof. Christian H\u00f6ppner, Generalsekret\u00e4r des Deutschen Musikrats, zeigt: \u201eHandgemachte Musik ist Trumpf bei Kindern und Jugendlichen. Schule und Musikschule m\u00fcssen gest\u00e4rkt werden, die soziale Schere zu Gunsten bildungsbenachteiligter Kinder zu schlie\u00dfen.\u201c<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Allein ein Mehr an den bestehenden F\u00f6rderprogrammen reicht nicht aus, sind sich Deutscher Musikrat und Bertelsmann Stiftung einig. Neue Wege m\u00fcssen entwickelt werden, die st\u00e4rker als bisher benachteiligte Jugendliche ansprechen und einbinden. Ganztagsschulen aller Schulformen bieten dazu besondere M\u00f6glichkeiten. Zur Finanzierung dieser Angebote sollten F\u00f6rdermittel, die im Bildungs- und Teilhabepaket des Bundesministeriums f\u00fcr Arbeit und Soziales nicht abgerufen werden, den Kommunen flexibel und bedarfsgerecht zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/div>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 In einer Band spielen oder im Chor singen, auch bei diesen musikalischen Aktivit\u00e4ten geht in der Jugend die soziale Schere weit auseinander. Die aktuelle Studie \u201eJugend und Musik\u201c der Bertelsmann Stiftung zeigt: Je niedriger der Bildungsstatus und das Einkommen der Eltern, desto unwahrscheinlicher ist es, dass ein Jugendlicher Musik macht. \u00a0 G\u00fctersloh, 11. 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