Ein Interview
Deutschland ist ein Einwanderungsland und die Immigration lässt sich in vielfältiger Weise nachzeichnen und darstellen. Kontinuierlich rücken diese Migrationsprozesse zentral in die öffentliche Auseinandersetzung, beispielsweise infolge des Krieges in Syrien ab 2015 oder aktuell durch den Ukraine-Krieg.
Die Menschen, die ankommen, sind mit vielfältigen, oft ihnen unbekannten Anforderungen konfrontiert. Sozial, kulturell, politisch – sie müssen sich mit vielen neuen Strukturen auseinandersetzen und in ihnen zurechtfinden. Das Ankommen ist eine Herausforderung, ein Infragestellen der eigenen Identität und der Verlust von gewohnten Formen des Miteinanders.
Es ist aber auch eine Chance. Nicht nur für die Ankommenden, sondern insbesondere auch für die Alteingesessenen. Sozial, kulturell, ökonomisch – Migration bedeutet Bereicherung und Weiterentwicklung. Das lässt sich historisch wie auch aktuell nachzeichnen und begründen. Eigentlich müsste man die Geschichte(n) hierzu vielmehr aus dieser Perspektive aufschreiben.
Wir, die Flüchtlingshilfe Waltrop, versuchen die Konfliktlinien zu glätten und die Mühen der Integrationsprozesse abzufedern. In beide Richtungen. Wie Hundertausende in unserem Land auch.
Vielen Dank an die Waltroper Zeitung, dass sie das gewürdigt hat.