
Waltroper StadtAnsichten

Menschen, willkommen in Waltrop!
by Redaktion
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Metropole Ruhr (idr). Der Förderfonds Interkultur Ruhr geht in eine neue Runde. Auch 2019 sucht die Initiative des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und des Kulturministeriums NRW unterstützenswerte künstlerische, soziokulturelle und interdisziplinäre Projekte, die sich dem interkulturellen Zusammenleben im Ruhrgebiet widmen und sich für ein solidarisches Miteinander stark machen. Gesucht werden Produktionen im Kontext von Flucht und Migration, die sich für die Zusammenarbeit unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen einsetzen.
Der Förderfonds Interkultur Ruhr richtet sich an alle Sparten und Bereiche des Kulturschaffens sowie der kulturellen Bildung und der Soziokultur. Förderberechtigt sind kommunale und freie Kulturinstitutionen, Vereine, Verbände, Kulturträger sowie Künstler und Künstlerinnen. Ausdrücklich erwünscht ist die gleichberechtigte Beteiligung von Akteuren unterschiedlicher kultureller Hintergründe.
Förderanträge unter 5.000 Euro können jederzeit eingereicht werden. Über sie wird laufend entschieden. Für Vorhaben mit einem höheren Bedarf gibt es Einreichungsfristen am 1. August und 2. Oktober. In den vergangenen drei Jahren sind mehr als 120 interkulturelle Projekte unterstützt worden.
Infos und Antragstellung: https://interkultur.ruhrw
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Städte- und Gemeindebund NRW fordert darüber hinaus dauerhafte Unterstützung bei Versorgung und Integration

Der Städte und Gemeindebund NRW begrüßt die Zusage des Bundes, auch 2020 und 2021 einen Teil der flüchtlingsbezogenen Aufwendungen in der bisherigen Höhe zu erstatten. „Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW Dr. Bernd Jürgen Schneider heute in Düsseldorf. So wird der Bund weiterhin die Kosten der Unterkunft für anerkannte Asylsuchende im System von Hartz IV tragen. Auch den bisherigen Beitrag vom 350 Mio. Euro für die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge wird der Bund in den beiden Jahren weiter leisten.
Jedoch entspreche das Volumen der zugesagten Unterstützung nach wie vor nicht dem Bedarf. Unklar sei zudem, was danach geschehe. „Die Kommunen brauchen Planungssicherheit“, betonte Schneider. Daher müsse sich der Bund auf Dauer verpflichten, einen substanziellen Teil der Kosten aus der Flüchtlingsbetreuung und -integration zu übernehmen.
Offen sei weiterhin, ob die Integrationspauschale von 434 Mio. Euro für Nordrhein-Westfalen auch über das Jahr 2019 hinaus gezahlt werde. „Die Integrationsarbeit nimmt Fahrt auf und kann schon erste Erfolge verzeichnen“, machte Schneider deutlich. Dieses Langzeitprojekt dürfe nicht durch willkürliche Kürzung der Finanzmittel gefährdet werden. „Integration ist eine Gemeinschaftsaufgabe und muss gesamtgesellschaftlich gelöst werden“, so Schneider.
Ein weiteres Problem stelle sich mit der wachsenden Anzahl geduldeter Flüchtlinge, deren Asylantrag rechtskräftig abgelehnt sei. Deren Rückführung oder Abschiebung gestalte sich zunehmend schwieriger. „Die Kommunen können nicht dafür haftbar gemacht werden, dass dieser Teil des Flüchtlingsmanagement ins Stocken gerät“, erklärte Schneider. Daher müssten die Kosten für die Versorgung der Geduldeten bis zu deren Ausreise von Bund und Land übernommen werden. „Hier will sich der Bund auch nach Stand der Einigung in Zukunft nicht beteiligen. Dies ist inakzeptabel. Immerhin geben die Kommunen in NRW hierfür rund 700 Mio. Euro pro Jahr aus“, monierte Schneider.
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Integrationswettbewerb „Alle Kids sind VIPs“sucht engagierte Jugendliche Gemeinsam mit prominenten Botschaftern wie Bülent Ceylan, Maite Kelly, Rebecca Mir und Gerald Asamoah sucht die Bertelsmann Stiftung nach Jugendprojekten, die sich für erfolgreiche Integration und ein faires Miteinander von Menschenunterschiedlicher Herkunft in Schule und Gesellschaft einsetzen. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Annette Widmann-Mauz, der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Gütersloh, 07.06.2019. Ab sofort und noch bis zum 30. Oktober 2019 können sich Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 21 Jahren zum siebten Mal mit ihren Projekten für sozialen Zusammenhalt in Schulen, Jugendzentren und Vereinen bewerben. Alle Infos und die Bewerbung auf: www.allekidssindvips.de. Jedes Projekt, das von den Jugendlichen eigenständig entwickelt und umgesetzt wurde, wird gewürdigt und auf der Website veröffentlicht. Sechs Projekte werden besonders ausgezeichnet: Ihre Initiatoren und Macher erwartet eine Fahrt zur Preisverleihung nach Berlin, ein Workshop vor Ort mit einem Coaching zu Themen wie Projektmanagement, Fundraising oder Networking sowie der Besuch eines prominenten Botschafters. Unterstützt wird „Alle Kids sind VIPs“ von prominenten Botschaftern, die selbst ausländische Wurzeln haben und mit ihrem Engagement für erfolgreiche Integration stehen. Mit dabei sind zum Beispiel Fußballlegende Gerald Asamoah, Comedian Bülent Ceylan, Sängerin Maite Kelly, Model und Moderatorin Rebecca Mir, die Band Culcha Candela, die Urban Dance Crew FanatiX und Moderator Daniel Aminati. Früh dabei sein für den PublikumspreisWährend der Bewerbungsphase können die Besucher der Website für die eingereichten Projekte online via Facebook oder E-Mail abstimmen und so einen „Publikumsliebling“ als Gewinnerprojekt auswählen. Je früher sich die Projekte also anmelden, desto länger stehen sie zur Wahl. Nach dem Bewerbungsschluss werden die eingereichten Projekte von einer Expertenjury gesichtet. Anschließend wählt eine „Kids-Jury“ bestehend aus Jugendlichen vorheriger Gewinnerprojekte die weiteren fünf Gewinner aus. Hintergrund: Vielfalt als Stärke Deutschland ist eine Einwanderungsgesellschaft und wird vielfältiger: Während in der Gesamtbevölkerung fast jeder Vierte einen Migrationshintergrund hat, ist es im Kindergartenalter bereits mehr als jeder Dritte (39 Prozent). Gleichzeitig zeigen Studien, dass der Bildungserfolg immer noch stark von der Herkunft abhängt und der Umgang mit der steigenden Vielfalt in den Klassenzimmern verbessert werden kann. Unter dem Motto „Vielfalt ist unsere Stärke!“ zeichnet die Bertelsmann Stiftung schon seit 2008 das Engagement Jugendlicher für Integration durch Bildung aus: Das kann beispielsweise ein Patenprojekt für benachteiligte Schüler oder gleichaltrige Geflüchtete sein, ein Theaterstück oder digitales Multimedia-Projekt rund um das Thema Migration oder ein Rap über Menschenrechte und Toleranz. Alle Ideen und jedes Projekt sind willkommen. Weitere Informationen zu allen bisherigen Wettbewerbsrunden und den Botschaftern gibt es unter www.facebook.com/allekidssindvips/ und www.allekidssindvips.de. Dort können auch die Bewerbungen für die aktuelle Wettbewerbsrunde eingereicht werden.
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Eine neue DVD des LWL zeigt fünf junge Menschen mit Migrationshintergrund auf der Suche nach Heimat

Westfalen (lwl). Mit der Suche nach Heimat beschäftigt sich der Film „Orten“ der Berliner Regisseurin Margit Schild, den das LWL-Medienzentrum für Westfalen jetzt in seiner Reihe „Westfalen-Medien“ als DVD und zum Download herausgebracht hat. Das Besondere daran: Es sind fünf junge Menschen aus Westfalen mit Migrationshintergrund, die sich darin mit dem Heimatbegriff und der eigenen Identität auseinandersetzen.
Schild hat den Film 2016 gedreht und damit zu einer Zeit, als diese Begriffe in Deutschland besonders herausgefordert wurden, weil Millionen von Menschen auf der Flucht vor Krieg und Armut aus ihren „Heimaten“ nach Deutschland kamen, um hier ein neues Zuhause zu finden. Das stellte nicht nur die „eingeborenen“ Deutschen, sondern auch die vielen, die in den Jahrzehnten zuvor aus anderen Ländern zugewandert waren, vor die Frage, was eigentlich ihre Heimat, ihre Identität ausmacht, auch im Vergleich mit den Neu-Angekommenen.
In Schilds Film, den sie mit Unterstützung der LWL-Kulturstiftung Westfalen-Lippe produziert hat, machen sich die fünf Protagonisten, für die Westfalen ein Zuhause geworden ist, auf eine Reise durch die Region. Gemeinsam durchfahren sie die westfälischen Landschaften vom Münsterland über das Ruhrgebiet bis ins Sauerland, berichten dabei von ihren Wünschen, Träumen, Anstrengungen und Sorgen und tauschen sich über ihre Ideen von Heimat aus. Sie erzählen vom Ankommen und davon, genau hier in Westfalen am richtigen Platz zu sein.
Bei der DVD-Premiere im Cinetech-Kino in Rheine erläuterte Schild den Zuschauern, dass es die drei Protagonistinnen und zwei Protagonisten gewesen sind, die die aufgesuchten Orte und den Fortgang des Filmes bestimmten. „Der Film hatte kein Drehbuch und alles entwickelte sich aus dem Team heraus. Der Kameramann und ich eilten mit Kamera und Mikrofon den sich entwickelnden Geschichten hinterher“. Iwan Zadyraka aus der Ukraine, einer der fünf dargestellten Personen, schilderte dem Publikum, dass sich die ergebenen Fragen im Fortschreiten der Produktion zu vielen emotionalen Momenten geführt und alle trotz der ernsten Themen viel Spaß gehabt hätten.
Für Prof. Dr. Markus Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums, eröffnet der Film „durch die Augen seiner Protagonisten einen unverstellten und erfrischenden Blick auf die liebenswerten und weniger liebenswerten Besonderheiten Westfalens und seiner Bewohnerinnen.“ Dabei agiere dieses „westfälische Road-Movie“ immer auf Augenhöhe mit den unterschiedlichen kulturellen Prägungen und individuellen Erfahrungen der Protagonisten. Auf diese Weise eigne sich der Film auch sehr gut als Medium zur politischen Bildung, denn er rege dazu an, bei sich selbst Identitätsvorstellungen und Vorurteile zu reflektieren und zu hinterfragen.
Die DVD ist ab sofort für 14,90 Euro erhältlich über den Internetshop http://www.westfalen-medien.lwl.org oder per Post an das LWL-Medienzentrum für Westfalen, Fürstenbergstraße 13-15, 48147 Münster. Über den Internetshop steht der Film in Kürze auch zum Download bereit.
by Redaktion
Unter dem Titel:
Europäische Konflikte – lokale Perspektiven
findet Sonntag, dem 05. Mai ab 14.00 Uhr in der Waltroper Stadthalle eine öffentliche (Podiums-) Diskussion statt
auf der drei Themen diskutiert werden:
– Europa der Vielen vs. nationale Identitäten.
– Sichere Grenzen oder sichere Häfen?
– Klimaneutrales Europa 2050 oder schon mal lokal loslegen?

Im ersten Block wollen wir der Frage nachgehen, warum nationale Fokussierungen den europäischen Werten widersprechen.
Unter dem zweiten Spiegelstrich werden wir zusammen mit in Waltrop lebenden Flüchtlingen auf Fluchtwege und die Situationen in der Sahara, Libyen und dem Mittelmeer eingehen.
Im letzten Themenblock soll ausführlich auf die Bewegung #FridayForFuture eingegangen werden.
Neben den europäischen Dimensionen sollen die Fragestellungen jeweils auch aus lokaler Perspektive behandelt werden.
An der Diskussion werden teilnehmen:
– die Autorin und Journalistin Hatice Akyün,
– Gerd Hoschek, Aktivist auf einem Rettungsschiff im Mittelmeer,
– der Lokalpolitiker und EU-Kandidat Fotis Matenzoglou,
– die Waltroper Bürgermeisterin Nicole Moenikes,
– der Bundestagsabgeordnete und Menschenrechtler Frank Schwabe,
– Tarik Tesfu, Video-Kolumnist und Content Creator,
– der Philosoph und #FridayForFuture – Aktivist Tobias Wirtz,
– die Dortmunder #ParentsForFuture – AktivistInnen: Sebastian Otten und Anke Staar,
– Okan Dermirci, Schüler und Mitglied des ORGA-Teams #FridayForFuture Castrop-Rauxel,
und andere.
Moderiert wird die Veranstaltung vom ehemaligen WAZ- Chefredakteur und überzeugten Europäer Uwe Knüpfer.
Nach kurzen einführenden Podiumsdiskussionen wird es Raum für eine breite Diskussion mit dem Publikum geben.
Vorbereitet wird die Veranstaltung von der Flüchtlingshilfe Waltrop in Kooperation mit der #Seebrücke Waltrop, unterstützt vom AK Soziales und dem Begleitausschuss Demokratie leben!.
by Redaktion