
Einladung
16.01.2019 ab 19.00 Uhr
Haus der Begegnung (HdB)
Souterrain
Bissenkamp 20
45731 Waltrop
TOPs werden sein:
– Aktuelles zur Situation auf dem Mittelmeer
– Vorstellung des Projekts #Seebrücke
– Konzepte für Waltrop
Menschen, willkommen in Waltrop!
by Redaktion

Einladung
16.01.2019 ab 19.00 Uhr
Haus der Begegnung (HdB)
Souterrain
Bissenkamp 20
45731 Waltrop
TOPs werden sein:
– Aktuelles zur Situation auf dem Mittelmeer
– Vorstellung des Projekts #Seebrücke
– Konzepte für Waltrop
by Redaktion
Walthorpe Sounds ist eine junge Waltroper Musikformation, die sich musikalisch grenzüberschreitend bewegt. Die Gruppe vereint Elemente des afrikanischen Highlife mit Rap-Passagen sowie groovenden Rock- und Popballaden.
Obwohl die Band neu in der Szene ist, sind viele ihrer Mitglieder keine Unbekannten. Leadgitarrist Oliver Sorge zum Beispiel war 2017 beim Waltroper Parkfest mit auf der Bühne und bereicherte die Jim Wayne Experience mit seinen Gitarrenriffs.
Gesanglich erweitert wird die Gruppe durch Abdofatah Basar Osman. Der Sänger und Perkussionist stammt aus einer alten somalischen Musikerfamilie. Aufgewachsen ist er in Marka, unweit der somalischen Hauptstadt Mogadishu. Seine Lieder lassen sich als Balladen verstehen. Mit seinen Texten orientiert er sich an traditionellen Erzählungen und setzt sich mit aktuellen Themen sowie mit dem Alltag auseinander.
Ergänzt wird die Gruppe durch Yeranuhin Stepanyan (Keyboard und Gesang) und Ara Babujyan (Gesang). Beide waren mit ihren Orchestern auch schon europaweit unterwegs. Zur Perkussion Abteilung gehört ferner Tiblts Sium aus Eritrea. Den Rhythmus unterstützen außerdem Bernd Thomassen mit seinen Blue Notes am Bass sowie Bernd Schäfer an der Rhythmusgitarre.
Mit ihrem Namen Walthorpe Sounds verweist die Gruppe einmal auf das Traditionelle und ihren geografischen Bezug. Walthorpe ist ja bekanntlich die erste historisch verbriefte Bezeichnung für das ehemalige Dorf Waltrop, und mit Sounds auf ihre internationale Zusammensetzung. Kurz gefasst, und mit Absicht nicht ohne ironischen Unterton formuliert, produzieren sie also transkulturelle Dorfmusik, rhythmisch und tanzbar.
by Redaktion
Die nächste Spendenannahme ist am Samstag, den 09.02.2019 von 14.00 – 16.00 Uhr!by Redaktion

Über 130 Gäste nahmen am Samstag, 17.11.2018, an der Verleihung des Ehrenamtspreises 2018 in der Zeche Carl in Essen teil. Der Preis wurde gemeinsam mit den Kooperationspartnern Amnesty International und DGB NRW vergeben, die mit Vertretern des Flüchtlingsrats NRW die Jury bildeten.
Der Preis steht symbolisch für den ehrenamtlichen Einsatz unzähliger Menschen in ganz Nordrhein-Westfalen. Ingeborg Heck-Böckler, Vorstandsbeauftragte für Flüchtlingsschutz in NRW von Amnesty International, betont: „In Zeiten der Verschärfung des gesellschaftlichen und politischen Klimas gegenüber Flüchtlingen und deren ehrenamtlichen UnterstützerInnen ist es um so wichtiger, bürgerschaftliches Engagement zu stärken und damit auch ein Zeichen gegen den erstarkenden Rassismus zu setzen.“
Der Flüchtlingsrat NRW hatte den Ehrenamtspreis erstmals 2016 anlässlich seines 30-jährigen Bestehens verliehen. In diesem Jahr bewarben sich über 60 Initiativen und Einzelpersonen aus ganz NRW. Aus allen eingegangenen Bewerbungen wählte die Jury acht Nominierte aus Bedburg-Hau, Dortmund, Düsseldorf, Espelkamp, Herzogenrath, Köln, Sprockhövel und Wermelskirchen aus. Das war nicht leicht, wie Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW, betont: „Alle Bewerbungen zeugen von großem Einsatz für Schutzsuchende, so vielfältig sich das Engagement auch gestaltet. Die ausgewählten Initiativen und Einzelpersonen stehen stellvertretend für alle Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit.“
Im Rahmen der Preisverleihung wurde das ehrenamtliche Engagement dieser acht PreisträgerkandidatInnen mit Videoporträts vorgestellt, die von Studierenden der Hochschule Düsseldorf erstellt wurden. Anschließend wurde die Entscheidung für die Initiative aus Bedburg-Hau verkündet und die von einer ehrenamtlichen Künstlerin aus Köln gefertigte Preisskulptur übergeben. Der Preis ist zudem mit 500 Euro dotiert.
Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrats NRW, begründete die Entscheidung der Jury wie folgt: „Besonders beeindruckt haben uns das langjährige, unermüdliche Engagement in einer ländlichen Region, die politisch lange Zeit äußerst restriktiv gegenüber Flüchtlingen ausgerichtet war und der Einsatz auch für strukturelle Veränderungen auf kommunaler Ebene.“
Der Ausländerinitiativkreis der Katholischen Kirchengemeinde Heiliger Johannes der Täufer Bedburg-Hau ist seit 1993 ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit aktiv. Nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ werden diese Menschen unterstützt und ihnen Teilhabemöglichkeiten eröffnet. Durch Begegnungen und Austausch mit ortsansässigen BewohnerInnen sollen die Werte der deutschen Gesellschaft vermittelt werden. Ebenfalls ist der Ausländerinitiativkreis über die Jahre auf der kommunalpolitischen Ebene erfolgreich gewesen: Auf Initiative des AIK wurde in der Gemeinde eine Integrationsbeauftragte eingestellt und die Abschaffung des Sachleistungsprinzips erreicht.
Ein Video über diese Initiative findet man hier (leider nur) auf facebook: https://www.facebook.com/FluechtlingsratNRW/videos/nominiert-für-unseren-ehrenamtspreis-2018-ausländerinitiativkreis-der-katholisch/374997789704044/
by Redaktion

Wenn man mit rund einer Viertel Million Menschen zusammen auf der Straße ist und gegen Rassismus, Hass sowie Ausgrenzung und für eine offene, demokratische und solidarische Gesellschaft demonstriert, kann man das nicht sofort erkennen, was man da gerade historisch leistet.
Als die ersten bereits an der Siegessäule ankamen machten sich die letzten vom Alexanderplatz auf den Weg. Wir mittendrin, mit 50 weiteren in einer Reihe. Knapp fünf Kilometer lang war der Demonstrationszug. Anfangs orientierten wir uns noch am 1. Block und dem #unteilbar – Lautsprecherwagen. Doch immer mehr Menschen strömten von den seitlichen Straßen und Plätzen herbei und bald konnten wir auch auf den großen und breiten Berliner Prachtboulevards weder Anfang noch Ende der Demonstration erkennen.
Rund 9.000 Einzelpersonen und Organisationen hatten zur Demo aufgerufen. Auf der Straße zeigte sich das unter anderem mit 50 Lautsprecherwagen, die die eigenen Blöcke begleiteten: Gewerkschafter, Queer, Soziales in Vielfalt, #Seebrücke zum Beispiel, aber auch SPD und Grüne waren so vertreten.
Hören konnten wir von ihnen nichts. Zu weit lagen die Wagen auseinander. Wir lauschten dagegen den „Jodlerinnen ohne Grenzen“, Trommelgruppen oder ließen uns von Gesprächen über Kunst oder Politik inspirieren, kamen mit anderen in den Dialog die zum Beispiel von unserem Transparent und unseren selbstgestylten T-Shirts begeistert waren: „Ey, wo kann man die kaufen?“, „Echt, seid ihr wirklich aus Waltrop? Da komm ich auch her.“ Mütter erklärten die Inhalte ihren Kindern und vielen FotografInnen dienten sie als Motiv. Wir sogen die beeindruckende Vielfalt, die sich da zusammengefunden hatte, in uns auf: Junge neben Alten, Punks neben Yuppies – die ganze Breite der Zivilgesellschaft war vertreten.
Und die wollten wie wir ein Zeichen setzen: Gegen die rechtspopulistische Agenda auf die Politik wie Medien zu oft schielen statt die Mehrheitsgesellschaft wahrzunehmen. Gegen die rechtsradikalen Angriffe, mit denen versucht wird eine autoritäre, prädemokratische Gesellschaft zu etablieren, gegen die Versuche uns sozial wie kulturell in die 1930iger Jahre zurückzuwerfen.
Denn längst richtet sich der rechtspopulistische Diskurs nicht nur gegen Flüchtlinge und MigrantInnen: LehrerInnen sollen denunziert und bestraft werden, wenn sie Diskriminierung benennen, RechtsanwältInnen die sich fürs Bleiberecht einsetzen werden angegriffen, Kritische JournalistInnen will man aus den Redaktionen entfernen, die Ehe für alle revidieren, Bildungseinrichtungen das Programm diktieren.
Das Zeichen war deshalb überfällig und es war mehr als eine Demonstration, wie die Veranstalter resümieren: ein Manifest gegen den Versuch einer autoritären Wende. Es ist auch nicht das Ende einer Reihe von Aktionen und/oder Demonstrationen mit jeweils vielen Tausenden und Zehntausenden, wie in München, Hamburg, Rostock und Chemnitz. Oder wie die vielen kleineren: Zeitgleich zu Berlin fanden Demonstrationen in Frankfurt, Karlsruhe und Krefeld statt. Nicht zuletzt steht unsere Demo vom 30.06.: Waltrop hat keinen Platz für Rassismus, in diesem Kontext.
Es ist ein Anfang, ein Aufbruch. Wer den Populisten auf dem Leim geht und sie kopieren will, verliert. Protektionismus und (Links-)Nationalismus sind keine Alternativen. Wir sind die Mehrheit und haben uns Gehör verschafft. Wir sind gekommen um zu bleiben. Wer eine Sammlungsbewegung sucht, hier ist sie:
#unteilbar, #wirsindmehr, #ausgehetzt, #seenotbrücke.
by Redaktion
Duisburg/Essen (idr). Die Uni Duisburg-Essen erweitert ihr interkulturelles Portfolio: Die Fakultät für Geisteswissenschaften startet im Wintersemester gleich drei neue Studiengänge – den Bachelorstudiengang Türkeistudien sowie die Masterstudiengänge Geschichtspraxis Interkulturell und Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Der BA-Studiengang Türkeistudien bietet einen breiten Überblick über die Türkei im europäischen und globalen Kontext. Neben Türkisch wird zudem ein Semester lang intensiv eine weitere Sprache vermittelt, z.B. Kurdisch, Arabisch, Griechisch, Osmanisch und Armenisch. Der MA-Studiengang Geschichtspraxis interkulturell verzahnt die Geschichtswissenschaften mit anderen Fachkulturen und der Berufspraxis. Im MA-Studiengang Deutsch als Fremd- und Zweitsprache lernen die Studierenden u.a. durch ein Lehr- und Forschungspraktikum passende Berufsfelder kennen.
Infos unter www.uni-due.de
by Redaktion
Düsseldorf/Metropole Ruhr (idr). Die Zahl der Schüler mit Migrationshintergrund in der Metropole Ruhr ist weiter gestiegen: 266.626 Jungen und Mädchen aus Zuwandererfamilien besuchten 2017/18 eine allgemeinbildende oder berufliche Schule (ohne Freie Waldorfschulen und Weiterbildungskollegs). Das waren 11.606 mehr als im Schuljahr zuvor. Damit lag ihr Anteil an der Gesamtschülerschaft bei 39 Prozent (Vorjahr: 37,2 Prozent) und über dem Landesschnitt von 35,3 Prozent. Das haben Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Grundlage der Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW errechnet. NRW-weit am höchsten war die Quote in Gelsenkirchen (51,5 Prozent) und Duisburg (50,5 Prozent).
Je nach Schulform unterschied sich der Anteil der Schüler mit Zuwanderungsgeschichte: Am höchsten war er an Hauptschulen 54,9 Prozent am höchsten, gefolgt von Realschulen (48,4 Prozent). Besonders niedrig war er mit 32,2 Prozent an Gymnasien.
Infos: www.it.nrw