Nachdem die Flüchtlingshilfe bereits im Oktober letzten Jahres den Bundestag besucht hatte, setze sie nun ihre politische Bildungsarbeit mit einem Besuch des NRW-Landtags in Düsseldorf fort.

Empfangen wurde die Delegation am 17. September von der SPD-Abgeordneten Lisa Kapteinat und ihrem Mitarbeiter Cihat Sengül, vielen Waltropern auch bekannt als Vorsitzender des Ausschusses für Jugendhilfe und Soziales sowie durch sein ehrenamtliches Engagement für den Deutsch-Türkischen Freundeskreis.
Auf der Tagesordnung stand der Besuch des Plenums, die Vollversammlung der Abgeordneten. Aktuell wurde ein SPD-Antrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf diskutiert, was gerade auch für Neu-Zugewanderte ein wichtiges Thema ist, da sich die Berufstätigkeit für Frauen vor diesem Hintergrund noch einmal als besonders schwierig darstellt.
Im Anschluss an die Landtagssitzung fand zudem ein Treffen mit der Abgeordneten statt, die über ihre Mitgliedschaft im Integrationsausschuss fachspezifische Fragen, beispielsweise zur Familienzusammenführung beantworten konnte. Zudem wurden Aspekte des deutschen Föderalismus diskutiert, der auf der Kooperation von Bundes- und Landesebenen beruht, und in der die Bundesländer spezifische Aufgaben und autonome Strukturen besitzen. Für die Teilnehmenden, die aus autoritär geführten Ländern fliehen mussten, ein neuer Aspekt. Unsere Demokratie lebt nicht nur davon, dass jede und jeder sich frei informieren und einbringen kann, sondern auch von den Strukturen, die dies garantieren.
