- Frank Bsirske – Bundesvorsitzender Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di
- Tareq Aussi – RefugeeStrike Bochum
- Birgit Naujocks – Geschäftsführerin Flüchtlingsrat NRW
- Bianca Schmolze – Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum
Deutsch-türkischer Freundeskreis hält an Städtepartnerschaft mit Görele fest

Aufgrund des Vorstoßes der CDU, die Städtepartnerschaft zwischen den Städten Görele und Waltrop – aufgrund von Aussagen des türkischen Präsidenten Erdogan – ruhend stellen zu wollen, sieht sich der Vorstand des Deutsch-türkischen Freundeskreises e.V. gezwungen, auf die jüngsten Ereignisse zu reagieren.
Vorab zur Historie:
Auf Initiative des ehemaligen Vorsitzenden der DITIB-Gemeinde, Herrn Ali Osman Tokalak, und der ehemaligen Bürgermeisterin Frau Anne Heck-Guthe wurde 2008 ein Arbeitskreis, bestehend aus deutsch- und türkischstämmigen Waltroper Bürgern gebildet, der sich dem Thema Integration in Waltrop widmen sollte.
Die wöchentlichen Treffen fanden in der DITIB-Gemeinde, in der Stadthalle sowie im Rathaus statt.
Es wurden Ideen ausgetauscht und Projekte erarbeitet. Diese ‚lockere‘ Gesprächsrunde nannte sich seither „Deutsch-Türkischer-Freundeskreis“.
Schnell entwickelte sich der Arbeitskreis Integration zu einer etablierten Gesprächsrunde aus verschiedenen Waltroper Akteuren der Verwaltung, Politik, Kirche und Vereinslandschaft. Die Federführung des Arbeitskreises lag seither in Händen der Verwaltung.
Durch den stetigen und wachsenden Kontakt zur Stadt Görele entstand schon früh der Wunsch, eine Städtepartnerschaft eingehen zu wollen. Bewusst wurden jedoch die Entwicklungen in den Jahren 2008-2012 abgewartet, um die mögliche Städtepartnerschaft auf ein arbeits- und zukunftsfähiges Fundament aufbauen zu können.
In der 19. Sitzung des Rates der Stadt Waltrop am 29.11.2012, erst vier Jahre nach den ersten Überlegungen, wurde auf Antrag der SPD-Fraktion (Sitzungsvorlage Nr. 2009-14/0728) mit einer Gegenstimme (FDP) und 14 Enthaltungen (CDU) beschlossen, die Städtepartnerschaft mit der türkischen Stadt Görele einzugehen.
Im April 2013 gründete sich der „Deutsch-türkische Freundeskreis“ zu einem eingetragenen Verein mit dem Ziel (gemäß § 2 der Satzung) die Völkerverständigung in den Bereichen Jugend, Sport und Kultur sowie die Austausche zwischen Bürgerinnen und Bürgern auf privater Ebene zu fördern. Hierbei agiert dieser politisch und konfessionell neutral.
Anders als bei den bisherigen Städtepartnerschaften wurde die Bezeichnung „Deutsch-türkischer Freundeskreis e.V.“ bewusst allgemein gewählt, um die Akteurinnen und Akteure nicht auf die Städte Görele und Waltrop zu begrenzen.
Nähere Informationen erlangt man mit Klick auf die Facebook – Seite „Integration in Waltrop“ https://www.facebook.com/Integration-in-Waltrop-331003146…/…
Der nachfolgenden Übersicht sind die bisherigen Projekte unter Mitwirkung des „Deutsch-türkischen Freundeskreis (e.V.)“ sowie die Beziehungen zur türkischen Partnerstadt Görele zu entnehmen:
Projekte:
– Integrationsarbeitskreis (u.a. mit sprachlich, sozialer und
gesellschaftlicher Integration, Rucksackprojekt) (seit 2008)
– Café der Vielfalt
– Integrationskonzept (2011)
– „Völkerball“ (seit 2014)
– „Demokratie leben!“ (seit 2015)
– Umgestaltung von drei Partnerschaftsschildern der Stadt
Waltrop (2015/2016) auf Kosten des Deutsch-türkischen
Freundeskreises e.V. und der DITIB Gemeinde (jeweils 50%)
– Anschaffung eines Standschildes für den auf der Rathaus-
Wiese befindlichen Abrahamsbaum auf Kosten des Deutsch-
türkischen Freundeskreises e.V.
– 2008 Herr Ertuğrul Melikoğlu (ehemaliger Bürgermeister aus
Görele) besucht Waltrop
– 2009 Eine Waltroper Delegation besucht Görele
– 2010 Lehrer des THG fahren nach Görele, um eine
Schulpartnerschaft zu begründen
– 2011 Waltroper besuchen Görele
– 2012 Schüler und Schülerinnen aus Görele besuchen
Waltrop
– 2012 – 2014 ein EU-finanziertes Projekt “Leonardo-Da-Vinci
“ startet: Beteiligt sind u.a. das Berufskolleg Ostvest und eine
Schule aus Görele
– 2010 – 2014 private Besuche von Waltropern nach Görele
– 2014 Waltroper Schüler und Schülerinnen besuchen Görele
– 2015 Projektstart zwischen der Lebenshilfe Waltrop und der
“Görele Mesleki ve Teknik Anadolu Lisesi” – Besuch von
Schüler und Schülerinnen aus Görele
– 2016 Besichtigung des Schiffshebewerks mit vorwiegend
türkischen Mitgliedern des Deutsch-Türkischen-
Freundeskreises
Aus Sicht des Deutsch-türkischen Freundeskreises e.V. besteht aufgrund der geschilderten Entwicklungen kein Anlass, die Städtepartnerschaft zwischen Görele und Waltrop ruhend zu stellen.
Die deutsch-türkischen Beziehungen in Görele und Waltrop sind stark verwurzelt und wachsen stetig.
Der Vorstoß der CDU stellt aus unserer Sicht einen “Schlag ins Gesicht” all jener dar, die seither dafür einstehen, die deutsch-türkischen Beziehungen festigen zu wollen.
Wir werden nicht zulassen, dass ein sachfremdes Politikum (die “Erdogan-Aussagen” haben grundsätzlich nichts mit der Städtepartnerschaft an sich zu tun) die starken Beziehungen ins Wanken bringt und lehnen daher den Vorstoß der CDU entschieden ab. Die CDU hat sich seither aus der Integrationsarbeit ferngehalten – sie sollte es auch zukünftig so handhaben, insofern sie beabsichtigt Mauern zu bauen, anstatt Brücken zu schlagen.
Liz Brockmeyer
(Vorsitzende des Deutsch-türkischen Freundeskreises e.V.)
Kumpane Finale
Kumpane Finale ist eine Präsentationsform innerhalb der Ruhrfestspiele 2016. Musik, Tanz, Theater und Unerwartetes erwartet(e) das Publikum. Eine Kultur-Kampange, in der die Ruhrfestspiele seit Beginn des Jahres 2016 mit künstlerischen Mitteln Menschen im Vest miteinander in Verbindung gebracht haben. Menschen, die – mehr oder weniger – zufällig hier leben, und Menschen, die alles riskiert haben, um hier (über-)leben zu können. Mit dabei, die Waltroper Tanzgruppe Ojin (Überlebende). Von der Aufführung vom 12.06. präsentieren wir hier einige Stimmungsfotos.
Fotos: privat
Kathrin-Türks-Preis für norwegische Jugendtheater-Autorin
Dinslaken (idr). Das Landestheater Burghofbühne zeichnet die norwegische Dramatikerin Liv Heløe mit dem Kathrin-Türks-Preis aus. Die nach der Gründungsintendantin der Bühne benannte Auszeichnung wird alle zwei Jahre an herausragende Autorinnen des Jugendtheaters verliehen. Das Stück der Gewinnerin wird dann von der Burghofbühne uraufgeführt. „Meet me“, das Stück der aktuellen Preisträgerin, feiert am 14. Juni in Dinslaken seine Uraufführung. Es setzt sich mit der Flüchtlingsproblematik und den Herausforderungen der Integration auseinander.
Liv Heløe Jahrgang 1963, arbeitete 15 Jahre als Schauspielerin für Theater-, Film und Fernsehen. Gegenwärtig wirkt sie als Autorin für Theater und Rundfunk.
Marlene Dietrich. Die Diva. Ihre Haltung. Und die Nazis.
Emigrantenliteratur
Gastfamilien für junge Flüchtlinge in Waltrop

Jugendliche, die aus dem Ausland alleine in Deutschland ankommen, erhalten Schutz und Hilfestellung durch die Jugendhilfe. Die jungen Menschen brauchen einen Platz zum Leben und Unterstützung zur Entwicklung neuer Perspektiven.
Gastfamilien bieten ihnen die Chance, in diesem Land anzukommen, Deutsch zu lernen und Freunde zu finden. Im verlässlichen familiären Rahmen erhalten die Jugendlichen Zuwendung und Aufmerksamkeit.
Der SkF Datteln e.V. sucht Gastfamilien für junge Flüchtlinge in Waltrop. Junge Flüchtlinge sind in diesem Fall, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die der Stadt Waltrop zugewiesen sind oder werden und vom Jugendamt der Stadt Waltrop Inobhut genommen werden müssen, bzw. in Einrichtungen der städtischen Jugendhilfe untergebracht werden sollen. Die Gastfamilie hat den Status einer Pflegefamilie.
Donnerstag, 30.06.16, 19.00 Uhr, Haus der Begegnung, Bissenkamp 2
Hand in Hand gegen Rassismus für Menschenrechte und Vielfalt
Menschenkette in Bochum!
Am 18.06. macht Bochum den Auftakt für die bundesweiten Menschenketten gegen Rassismus.
Wir treffen uns am Hauptbahnhof, am Kirmesplatz (an der Castroper Straße) und am Rathausplatzum 12 Uhr und verbinden die Orte dann mit einer großen Menschenkette, um ein Zeichen zu setzen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, für Vielfalt, Toleranz und ein buntes Miteinander!
Route und Treffpunkte: http://hand-in-hand-gegen-rassismus.de/menschenkette/bochum/
Für die Aufnahme der Flüchtlinge engagieren sich in Deutschland Hunderttausende. Weltweit findet dies Anerkennung. Gleichzeitig brennen Häuser, Flüchtlinge werden attackiert und als Terroristen diffamiert, obwohl sie selbst vor Terror fliehen. Menschen werden in Deutschland beschimpft und angegriffen. Europa schottet sich ab. Der gesellschaftliche Zusammenhalt und die demokratischen Grundwerte werden auf die Probe gestellt. Daher hat sich ein breites Aktionsbündnis für ein weltoffenes, menschliches und vielfältiges Deutschland und Europa gebildet.
Ein breites Bündnis von Nichtregierungsorganisationen veranstaltet am 18. und 19. Juni 2016 in fünf deutschen Städten Menschenketten der Solidarität.
Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt
Das Bündnis tritt für ein weltoffenes, menschliches und vielfältiges Deutschland und Europa ein und steht für die Unantastbarkeit der Menschenwürde und die Wahrung der Menschenrechte unabhängig von Glaube, Herkunft, Hautfarbe und sexueller Identität. Es fordert, dass die Genfer Flüchtlingskonvention nicht in Frage gestellt oder durch nationale Asylrechtsverschärfungen untergraben werden darf.
Die Auftakt-Menschenkette findet in Bochum am 18.6. 2016 statt. Am 19.6.2016 werden sich in Berlin, Hamburg, Leipzig und München vier weitere kilometerlange Menschenketten bilden.
Bochum am 18.6.2016: Die Auftaktkette startet um 12 Uhr mit Treffpunkten am Hauptbahnhof, am Kirmesplatz /Castropherstraße und am Rathausplatz. Die drei Orte werden dann miteinander verbunden.
Berlin am 19.6.2016: Treffpunkt ist am Oranienplatz/Kreuzberg um 14 Uhr. Ein Teil der Kette startet über die Markgrafenstraße bis zum Roten Rathaus. Der andere Teil wird 200 Meter vor einem Flüchtlingsheim in der Zeughofstraße enden.
Hamburg am 19.6.2016: Die Menschenkette startet um 16:30 Uhr am Jungfernstieg im Anschluss an die Fahrradsternfahrt „Mobil ohne Auto e.V.“. Sie wird verschiedene religiöse und kulturelle Einrichtungen in Verbindung bringen.
Leipzig am 19.6.2016: Die Auftaktkundgebung beginnt um 12.30 Uhr im Stadtteilpark Rabet. Um 13 Uhr startet die Menschenkette Richtung Nikolaikirchhof, wo es einen zweiten Treffpunkt um 13 Uhr gibt. Danach findet eine Demonstration bis zur Sachsenbrücke statt mit einer Abschlusskundgebung um 15 Uhr auf dem Brückenfest. Dort wird auf zwei Bühnen und mit vielen Ständen ein multikulturelles Musik- und Kulturprogramm präsentiert.
Zum Trägerkreis des Bündnisses gehören:
Amnesty International Deutschland, Brot für die Welt, Campact, Der Paritätische, Deutscher Gewerkschaftsbund, Diakonie Deutschland, Lesben- und Schwulenverband Deutschlands, Misereor, NaturFreunde Deutschlands, Oxfam, Pro Asyl, Union progressiver Juden in Deutschland, Venro, Zentralrat der Muslime in Deutschland.
Unterstützende Organisationen:
AWO Arbeiterwohlfahrt, Attac, Bundesverband Deutsche Tafel, Dachverband der Migrantinnenorganisationen, Deutscher Frauenrat, Deutscher Kulturrat, Deutsches Kinderhilfswerk, Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern, Humanistische Union, Interkultureller Rat in Deutschland, IPPNW Hamburg, Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland, Jesuiten-Flüchtlingsdienst Deutschland, Liberal-Islamische Bund, medica mondiale, München ist bunt, Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus, terre des hommes Deutschland.
Das Bündnis Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt fordert:
- Für eine offene Gesellschaft einzustehen – vor Hass und Vorurteilen nicht zurückzuweichen
- Rassismus und Hassreden friedlich aber entschieden entgegen zu treten.
- Flüchtlinge und alle zu schützen, die von rassistischer Hetze und Angriffen bedroht werden
- Wirksame Schutzkonzepte für Frauen, Kinder, Schwule, Lesben und Transsexuelle zu entwickeln und umzusetzen
- Fluchtursachen zu bekämpfen.
- Waffenexporte in Krisengebiete zu stoppen
- Haupt- und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in ihrer wertvollen Arbeit besser zu unterstützen.
- Für Teilhabe und Integration zu sorgen. Alle Menschen haben das Recht auf ein menschenwürdiges Leben, auf bezahlbaren Wohnraum und auf Zugang zu Bildung und Arbeit
Video gegen Rassismus: Diese 5 Menschen haben einen Plan
http://www.hand-in-hand-gegen-rassism…
In Deutschland brennen Häuser. Rassisten attackieren Flüchtlinge, Helfer/innen und Politiker/innen. Rechtspopulisten schüren Vorurteile gegen Minderheiten. Ist das die Gesellschaft, die wir wollen? Nein – sagen diese 5 Menschen in unserem Video. Und sie finden, es ist an der Zeit, etwas zu tun. Gemeinsam mit Dir und vielen tausend Menschen in ganz Deutschland. Sieh selbst, was das ist – und wie Du mitmachen kannst.
Lizenz: Standard-YouTube-Lizenz
Muslimische Gemeinden in Essen stellen Kalender zum gemeinsamen Fastenbrechen online

Essen (idr). Die islamischen Gemeinden in Essen wollen den Fastenmonat Ramadan für den Dialog und die Begegnung der Religionen und Kulturen nutzen. Der Dachverband der Gemeinden KIM-E bündelt auf seiner Website www.islam-in-essen.de Angebote zum gemeinsamen Fastenbrechen. Im „Iftar-Kalender“ gibt es derzeit genau 100 Einladungen in zahlreichen Stadtteilen. Überall laden die Gemeinden Nachbarn, Freunde und Flüchtlinge zum Essen nach Sonnenuntergang. Teilnehmen kann jeder, eine vorherige Anmeldung ist erwünscht.
Außerdem ist bis zum Ende des Ramadan am 4. Juli eine tägliche Hotline geschaltet (12-13 Uhr), bei der sich Interessierte über den Fastenmonat und die Veranstaltungen im Essener Stadtgebiet informieren können, Telefon: 0201/5579341.
Infos unter www.islam-in-essen.de
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