Einige Impressionen von der Demonstration gegen die Tagung der rechtsextremen AfD in unserer Stadthalle vom 24. Mai 2020. Mit rund 120 Teilnehmer*innen – in Zeiten von Corona – war die Kundgebung gut besucht. Insbesondere auch deshalb, weil erst einige Tage vorher öffentlich wurde, dass die Stadthalle an die Rechtsextremen vermietet wurde. Die Demonstration war von der #SeebrückeWaltrop organisiert worden.
Fast 1 Million Menschen in der Idlib-Region auf der Flucht
Mehr als 90 Prozent der Syrien-Hilfe fehlen

Im Nordwesten Syriens verschärfen die anhaltenden Kämpfe und der Winter die Lage der Menschen vor Ort, warnt die UNO-Flüchtlingshilfe, nationaler Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR). Fast eine Million Menschen sind in der Region Idlib auf der Flucht, doch Hilfskräfte haben nicht immer Zugang zu den Betroffenen. Die Hilfsmaßnahmen in ganz Syrien sind weiterhin unterfinanziert: Bislang sind nur neun Prozent der benötigten Gelder eingetroffen.
Mitte März nähert sich der neunte Jahrestag vom Beginn des Syrienkrieges. Frieden ist weiterhin nicht in Sicht. Viele Flüchtlingsfamilien leben beispielsweise in notdürftig zusammengebauten Häusern, die wenig Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit bieten. Gleichzeitig spitzt sich in der Folge die Situation an den griechischen Grenzen weiter zu. Der UNHCR ist in der gesamten Region vor Ort und koordiniert mit anderen Organisationen humanitäre Hilfe für die Menschen.
„Bald neun Jahre Krieg und ein Teufelskreis aus Gewalt, Flucht und Vertreibung raubt den Menschen die Hoffnung. Hinzu kommt der Winter. Es bleibt daher der Appell, die Menschen in Syrien und den Nachbarländern nicht im Stich zu lassen“, fasst Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, zusammen. Der Bedarf an humanitärer Hilfe wird mit den aktuellen Kampfhandlungen im Norden voraussichtlich steigen. Auch die Fluchtbewegungen halten an: Die Türkei beispielsweise beherbergt weiterhin die größte Anzahl von Flüchtlingen weltweit, mit fast 4,1 Millionen Flüchtlinge, darunter 3,7 Millionen Syrer.
Die Lage in Griechenland ist zudem angespannt. „Die Ungewissheit für die Menschen, wie und wo es weitergeht, und der Winter zermürben die Menschen, die oft eine strapaziöse Flucht hinter sich haben. Die Flüchtlinge und die betroffenen Länder dürfen wir nicht im Stich lassen, es braucht gesamteuropäische Solidarität und Unterstützung“, fordert Ruhenstroth-Bauer abschließend.
Unterstützungsmöglichkeiten unter: www.uno-fluechtlingshilfe.de
‚Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.‘
In der gestrigen (24. Sept. 2019) Sitzung des Ausschusses für Jugendhilfe und Soziales hat dieser die Empfehlung an den Rat der Stadt Waltrop ausgesprochen, dass diese dem Bündnis „sichere Häfen“ beitreten soll.
https://seebruecke.org/startseite/sichere-haefen-in-deutschland/
Hintergrund dieses Antrags, der vom Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen eingebracht wurde, ist der sogenannte Palermo-Appell des Bürgermeisters von Palermo, Leoluca Orlando, endlich das Sterben auf dem Mittelmeer zu beenden.
Nach dem Vorbild der Stadt Palermo haben sich inzwischen allein in Deutschland 92 Städte und Gemeinden dem Bündnis „sichere Häfen“ angeschlossen. Die Kommunen in diesem Bündnis wollen nach ihren Möglichkeiten konkrete Hilfe leisten und die Regierungen der EU dazu bringen, endlich faire und realistische Reglungen für die Aufnahme von Menschen auf der Flucht zu treffen.
Die Flüchtlingshilfe Waltrop unterstützt selbstverständlich dieses humanitäre Anliegen.

Die ganze Erklärung im Wortlaut:
Palermo-Appell
Europa hat gewählt. Die Europäische Union stellt sich in den kommenden Monaten neu auf. Gerade jetzt wollen wir denen eine Stimme geben, die derzeit im Schatten der großen Politik stehen. Denn weiterhin machen sich Menschen auf den Weg über das Mittelmeer.
Migrationsbewegungen sind ein historisches Phänomen, das seine Ursprünge in dem Grundrecht der Menschen auf Mobilität hat. Auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen. Auf der Flucht vor Krieg, Armut und Klima-Katastrophen. In Hinblick auf das zu erwartende Ansteigen der Flüchtlingsströme im Laufe des Sommers ist es für die Europäische Union unabdingbar, sich auf ihre Grundwerte zu besinnen und Lösungen für die einzelnen Staaten zu finden, mit deren Hilfe neue Todesopfer im Mittelmeer verhindert und humanitäre Kanäle geschaffen werden können, und die die Rettung von Schiffbrüchigen und Menschenleben zur Priorität macht.
Das Mittelmeer ist weiterhin die tödlichste Grenze weltweit. Über 2000 Menschen sind 2018 im Mittelmeer ertrunken. Von hunderten Toten 2019 wissen wir. Viele sterben in diesen Tagen ungesehen, ohne in den Statistiken erfasst zu sein. Europa steht jetzt vor der Wahl: Wollen wir 2019 helfen oder wegschauen?
Gemeinsam mit vielen Verantwortlichen aus Kommunen, Kirchen und der Zivilgesellschaft meinen wir:
- 2019 darf nicht zu einem verlorenen Jahr für die Seenotrettung im Mittelmeer werden.
- Die Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung muss ein Ende haben. Jetzt!
- Seenotrettung muss auch eine staatliche Aufgabe bleiben. Was ist aus der europäischen Seenotrettung geworden? Deutschland sollte hier ein Zeichen setzen und Schiffe entsenden!
- Wir brauchen noch in diesem Sommer eine politische Notlösung, einen vorübergehenden Verteilmechanismus für Bootsflüchtlinge. Viele Städte und Kommunen in Europa wollen „Sichere Häfen“ sein! Lassen wir das Realität werden!
- Wir brauchen in der EU eine „Koalition der Willigen“, die jetzt handelt. Und eine zukunftsfähige Migrationspolitik entwickelt. Denn Menschen ertrinken lassen oder in die Lager Libyens zurückschicken, kann keine Option für Europa sein.
Die Beteiligung an der Europa-Wahl war erfreulich hoch. Wir rufen auf: Macht die fünf Punkte unserer Erklärung zum Thema! Ladet eure neugewählten Europa-Abgeordneten zu euch ein – in eure Bürgerversammlungen, Kirchengemeinden, Schulen und Sportvereine! Europa: Wir müssen reden!
Forderung nach europäischen Lösungen – Seenotrettung ist humanitäre und völkerrechtliche Pflicht

Freiburg/ Berlin, 24. September 2019. Die Caritas begrüßt die vorläufige Einigung auf einen Notfallmechanismus zwischen den Innenministern von Deutschland, Frankreich, Italien und Malta. „Es gilt nun, einen verlässlichen und wirklich solidarischen Verteilungsmodus zwischen den EU-Mitgliedstaaten zu entwickeln, um die aus Seenot geretteten Menschen schnell an einen sicheren Ort innerhalb der Europäischen Union bringen und adäquat versorgen zu können“, mahnt Caritas-Präsident Neher anlässlich des Welttages des Migranten und Flüchtlings.
Es gehe jetzt darum, möglichst viele EU-Mitgliedstaaten für eine Beteiligung an dem Notfallmechanismus zu gewinnen. Daneben hoffe er auf die designierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die sich vor dem EU-Parlament zur Pflicht bekannt habe, menschliches Leben auf See zu retten. Bei allen Bemühungen um eine Verbesserung der Seenotrettung muss im Blick behalten werden, dass Schlepper ihre Strategien an sich verändernde Situationen anpassen und Menschen absichtlich Gefahren aussetzen.
Entschieden wendet sich Caritas-Präsident Neher gegen eine Kriminalisierung solidarisch handelnder Menschen: „Die humanitäre Hilfe für Migranten und Flüchtlinge wird zunehmend in einigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union stigmatisiert, erschwert und kriminalisiert.“. In jüngster Zeit betrifft dies auch zivile Seenotretter, die sich immer häufiger strafrechtlichen Vorwürfen ausgesetzt sehen. „Eine Kriminalisierung von Rettern steht in Widerspruch zu den grundlegenden Werten der Europäischen Union“, betont Neher. Er verweist in dem Zusammenhang auf die EU-Richtlinie, die Beihilfe zu unerlaubter Einreise definiert. Eine Reform sei überfällig. „In humanitären Fällen müssen Sanktionen unterbleiben“, so Neher.
Der Deutsche Caritasverband mit seinem Hilfswerk Caritas international steht den Menschen, die vor Krieg fliehen oder bessere Lebenschancen für ihre Familien suchen, sowohl in Deutschland als auch in Afrika, Asien und Lateinamerika zur Seite. Dazu zählen zahlreiche Beratungsstellen für Flüchtlinge in Deutschland, aber auch Hilfsprojekte und Migrantenzentren in Ägypten, Tunesien, Niger, Marokko, Mali, Libanon, Griechenland und vielen Ländern mehr.
Der Tag des Migranten und Flüchtlings wird in diesem Jahr am 29. September begangen. Der Vatikan macht an diesem Tag mit der Botschaft „It´s not just about migrants, it´s also about our humanity“ („Es geht nicht nur um Migranten, es geht auch um unsere Menschlichkeit“) auf das Schicksal von Migranten und Flüchtlingen aufmerksam.
Das Café

OneWorldParty 2019
OneWorldParty am 31. August ab 17.00 Uhr (Einlass 16.00 Uhr) im Pfarrgarten am Haus der Begegnung, Bissenkamp 20, präsentieren werden: Der Eintritt ist frei.

Ein kulturelles Highlight, nicht nur um alte und neue Mitbürger*innen miteinander ins Gespräch zu bringen, sondern ganz besonders wollen wir auch einkommensschwachen Mitbürger*innen mitnehmen.
Dementsprechend werden auch die Preise für Getränke sowie für die internationalen Speisen, die wir an dem Abend kredenzen werden, sehr sozial sein. Wir wollen integrieren und nicht divergieren.
Mit dem Programm ist uns zudem ein interessanter Mix gelungen der musikalisch das Bekannte mit fremden Klängen, das Traditionelle mit modernen Tönen verknüpft. Global beats from around the world – ganz nach dem Motto:
Die Welt ist ein Dorf – und bei uns zu Haus.
Wir freuen uns präsentieren zu dürfen:
den international bekannten Pianisten Aeham Ahmad, der während des Bürgerkriegs in Syrien im Flüchtlingslager Jarmouk mit seinem Piano durch die Straßen zog um den Menschen Hoffnung zu machen, bis sein Klavier von den Islamisten verbrannt, sein Leben bedroht wurde und er fliehen musste,
die Berliner Band IL CIVETTO, ein Weltmusik-Experiment zwischen orientalischen und Latino-Klängen. Global Pop mit Tiefgang – das ist Il Civetto. Nach ihrem Debütalbum vor drei Jahren ist ihre Fangemeinde stetig gewachsen. Es hat sich herumgesprochen, dass Il-Civetto- Konzerte mitreißend und magisch sind. Ein ekstatisch-modernes Musikerlebnis, nie zu brachial, immer tanzbar,
die Waltroper Formation „Walthorpe Sounds“, die sich musikalisch grenzüberschreitend bewegt. In ihren Eigenkompositionen vereint die Gruppe Elemente des afrikanischen Highlife mit Rap-Passagen sowie groovenden Rock- und Popballaden. In ihren Texten werden traditionelle afrikanische Vocals ebenso wie Lyrics von Johann W. v. Goethe und Antonio Machado zitiert und last but not least:
Stillground, ein bluesiges Konzept, angezerrte, akustische Gitarre trifft auf groovigen türkischen Schlagzeugbeat.
Das Open Air Event findet im Pfarrgarten der Gemeinde St. Peter in Waltrop, Haus der Begegnung, Bissenkamp 20, ab 17.00 Uhr (Einlass ab 16.00 Uhr), statt. Der Eintritt ist frei.
One World Party mit Il Civetto
„Müssen wir denn Karten vorbestellen und wie hoch ist denn der Eintritt?“
So oder so ähnlich lauten inzwischen besorgte Anfragen die bei uns selbst aus der ja nun nicht gerade in der Nachbarschaft gelegenen ehemaligen Hauptstadt Bonn eingehen.
Denn mit IL CIVETTO haben wir nach Aeham Ahmad das zweite musikalische Highlight für unser OneWorldParty am 31. August, ab 17.00 Uhr im Pfarrgarten, gewinnen können.
Um die Fragen vorab zu beantworten: Nein, man muss keine Karten vorbestellen, denn der Eintritt ist frei, weil: Wir wollen ja ein Event für Waltrop organisieren, was auch insbesondere für einkommensschwache Mitbürger*innen ein kulturelles Angebot darstellen soll. Dementsprechend werden auch die Preise für Getränke und Speisen sozial akzeptabel sein.

Nun zu der vierköpfigen Kapelle aus Berlin:
Global Pop mit Tiefgang – das ist Il Civetto. Nach ihrem Debütalbum vor drei Jahren ist ihre Fangemeinde stetig gewachsen. Es hat sich herumgesprochen, dass Il-Civetto- Konzerte mitreißend und magisch sind. Ein ekstatisch-modernes Musikerlebnis, nie zu brachial, immer tanzbar – auf Platte, wie im Konzertsaal.
Nach mehreren Deutschlandtourneen mit insgesamt mehr als 300 Konzerten, Auftritten beim MS Dockville, dem Fusion Festival, Montreux Jazz Festival oder dem 3000 Grad-Festival, begeistert die Band inzwischen auch ein internationales Publikum von Istanbul bis Kopenhagen.
Il Civettos Reise begann 2010 in der Berliner U-Bahn. Guerilla-Taktik: für zwei Stationen den Waggon zum Beben gebracht, die Security mit Döner bestochen – dann wieder weiter. In der Berliner Clubszene mit Auftritten im Kater Holzig, Ritter Butzke oder Sisyphos groß geworden, verzeichnete die Band nach ihrem Debütalbum 2015 eine beeindruckende Erfolgsgeschichte.
Und nun Album Nr. 2: Facing the Wall. Geschrieben in Marokko, Griechenland und Andalusien, gesungen auf Englisch, Deutsch und Französisch, aufgenommen in Berlin – mit viel Liebe zum Detail haben il Civetto ihre ekstatisch-magische Spielwiese von der Bühne ein zweites Mal ins Studio getragen.
Dabei hat die verträumte Leichtigkeit des 2016 erschienenen Debütalbums „il Civetto“ der harten Realität Platz eingeräumt: Facing the Wall ist ein zutiefst berührendes Fragment unserer Zeit. Der Ausdruck einer Generation im Umbruch, auf der Suche. Ein Album zwischen Euphorie und Melancholie – schwelgen, schwitzen, tanzen – mit einem Kribbeln im Bauch und weit aufgerissenen Augen.
Il Civetto sind ernster geworden, irgendwie realer, und haben doch ihren ganz eigenen, charakteristischen Sound behalten. Tief berührend, immer tanzbar.
Il Civetto sind:
Lars Löffler-Oppermann: Saxophon/Klarinette/Backing Vocal
Leon Bollinger: Percussion/ Drums
Leon Keiditsch: Main Vocal/Bass
Robert Kondorosi: Gitarre/Backing Vocal
Spotify: https://spoti.fi/2UkcPWy
Youtube: www.youtube.com/user/ilcivetto
Facebook: https://www.facebook.com/ilcivetto/